Caretaker: Wenn Du gewohnt bist, Dich um andere zu kümmern

Was ist ein Caretaker?

Caretaker sind Menschen, die sehr früh lernen, sich emotional um die Bedürfnisse ihrer engen Bezugspersonen, meist der Eltern oder eines Geschwisterkindes, zu kümmern. Die normale Rollenverteilung in der Familie kehrt sich dadurch um. Häufig ohne, dass es für die Betroffenen klar ersichtlich wird (Parentifizierung). Menschen, die als Kinder die Rolle des Caretakers übernehmen, spüren sehr genau, was die Familienmitglieder brauchen und sind sehr geübt darin, deren Bedürfnisse zu erfüllen. Die eigenen Bedürfnisse hingegen bleiben ihnen tendenziell eher verborgen oder werden mit der Zeit in vorauseilendem Gehorsam freiwillig hintenangestellt. Auf diese Weise passt sich ein Caretaker an und stabilisiert mit seinem[1] äußerst feinen Gespür häufig das ganze Familiensystem. Versagen, Schwäche oder Unlust sind Fremdwörter für einen Caretaker. Dafür sind Disziplin und Funktionieren großgeschrieben. Er ist es von frühester Kindheit an gewohnt die Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und erledigt Dinge lieber selber, als Aufgaben abzugeben. Es fällt ihm irgendwann schwer, um Hilfe zu bitten, auch in extremen Situationen.

 Wie wird man zu einem Caretaker?

 Niemand geht als Kind bewusst in diese Rolle, und niemand wird zum Caretaker geboren. Natürlich gibt es verschiedene Charaktereigenschaften und manche Menschen fühlen sich wohler, sich um Mitmenschen zu kümmern, als andere. Doch ein Caretaker, wie er hier beschrieben ist, wurde vermutlich als Kind emotional manipuliert, um diese Rolle zu übernehmen. Für Menschen, die sich hier wiederfinden, lohnt es sich, die Beziehungen zu den eigenen Eltern und Geschwistern daraufhin zu untersuchen. Da von Caretakern ein Handeln, eine Leistung erwartet wird, ist ihr Verhalten tendenziell positiv Verstärkt worden, damit sie so funktionieren, wie erwartet. Sie werden gelobt und belohnt, wenn sie sich kümmern, arbeiten und funktionieren. Das Unerwünschte wird so negativ dargestellt, dass klar ist, was erwartet wird. So vermeiden diese Familien Konflikte und die Kinder bilden sehr feine Antennen aus, erspüren, was von ihnen erwartet wird. Für das Leuchten in den Augen ihrer Eltern würden sie alles tun und werden so gewissermaßen süchtig nach Anerkennung. Viele so konditionierten Kinder suchen als Erwachsene Partner, die einen Caretaker brauchen. Einfach, weil sie es so gewohnt sind, diese Rolle auszufüllen und weil sie es auch ein stückweit brauchen. Natürlich kann sich ein Erwachsener dazu entscheiden, sich um seinen Partner bewusst zu kümmern. Das ist etwas anderes. Ein Kind, das die Rolle eines Caretakers verinnerlicht, hat keine bewusste Entscheidung getroffen. Ihm ist nicht einmal klar, dass es alles tun würde, um später die Erwartungen seines Partners, seiner Kollegen und Freunde zu erfüllen. Deren Erwartungen nicht zu erfüllen ist für es gar nicht vorstellbar. So gibt es sich selber langsam auf.

Welchen Preis hat die Übernahme der Rolle eines Caretakers?

Alles hat seinen Preis, auch die Rolle des Caretakers. Dadurch, dass diese Menschen meist durch emotionale Manipulationen gedrängt wurden, sich um die Bedürfnisse der anderen zu kümmern, sind sie emotional erpressbar. Schon der leiseste psychische Druck lässt sie sofort auf andere Menschen reagieren. Lieber stellen sie eigene Wünsche und Bedürfnisse zurück, als andere zu enttäuschen. Sie können Double Binds (Doppelbotschaften) nicht auflösen, spüren die unausgesprochenen Erwartungen von anderen und funktionieren lieber, als sich in einem Konflikt zu widersetzen. Sie kennen weder ihre eigene Kraft, noch ihre eigene Macht und haben häufig den Zugang zu ihrer Intuition und objektiven Wahrnehmung verloren. Ihre Überanpassung und Überfunktionalität, gepaart mit einer hohen Bereitschaft Verantwortung über ihren Tellerrand hinaus zu übernehmen, erhöht ihr Risiko für einen Burnout enorm. Den Druck, der alleine durch ein Zuviel an Arbeit entsteht, können sie sehr lange aushalten. Manchmal zu lange, denn es fällt ihnen schwer, sich gegenüber anderen Menschen abzugrenzen und sie sagen tendenziell zu oft ja, bevor sie nein sagen. Geraten sie jedoch unter psychischem Druck, erleben sie so schnell Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit, dass sie sich sofort beugen. Darüber hinaus bezieht ein Caretaker gerne alles auf sich, was andere Menschen ihm entgegenbringen und ist es gewohnt, die Schuld an Konflikten ausschließlich bei sich zu suchen. Es fällt ihm außerdem schwer, anderen Menschen zu vertrauen, denn häufig kann er nicht unterscheiden, ob etwas wirklich als Scherz gemeint ist oder ihn abwerten soll. Das alles macht sie eben leicht manipulierbar und so ist ein Caretaker leider für maligne Narzissten ein gefundenes Fressen.

 Wer braucht einen Caretaker?

 Menschen, die selber traumatisiert sind, narzisstische Wunden tragen oder eine Borderline Persönlichkeitsorganisation[2] aufweisen, suchen sich gerne Caretaker als Partner. Beide Parteien scheinen sich mit traumwandlerischer Sicherheit anzuziehen. Der eine hat einfach sehr früh gelernt andere zu bewundern, zu versorgen, zu beruhigen und vor allem emotional zu regulieren. Und genau das braucht der andere, um sich emotional zu stabilisieren. So ist es kaum verwunderlich, dass sich Caretaker im späteren Leben als Partner eines Narzissten (also als Co-Narzissten) oder eines Menschen mit einer Borderline Organisation wiederfinden, denn sie sind gewohnt zu geben und emotional zu stabilisieren. Das ist quasi ihr Spezialgebiet. Und ihr Lohn ist die Anerkennung vom anderen, die sie so dringend brauchen und die sie meist zu Beginn einer solchen Partnerschaft auch in Hülle und Fülle bekommen. Doch eins ist klar: auch wenn ein Caretaker das (unbewusst) noch so sehr möchte: er wird einen psychisch verwundeten Partner weder verändern noch heilen. Egal, wie sehr er das auch versucht. Er gibt seine Lebensenergie, um den anderen auszugleichen und zu stabilisieren und wird doch nur aufrechterhalten, was in dieser Art von Beziehungen zerstörerisch wirkt: Verhaltensweisen eines Partners, der permanent Hilfe und Unterstützung braucht. Seine eigene Rolle zu erkennen und zu akzeptieren, dass man als Caretaker den anderen nicht verändern kann, sind die ersten Schritt im eigenen Veränderungsprozess.

Woran erkenne ich, dass ich mich als Caretaker in einer toxischen Dynamik befinde?

Als Caretaker bist Du gewohnt zu geben. Wenn es zwischen dem, was Du gibst, und dem, was Du vom anderen erhältst dauerhaft ein Ungleichgewicht gibt, ist es zumindest eine gute Idee, wach zu werden, ob ein Muster dahintersteckt. Es geht hier ganz generell um Ausgeglichenheit: wer investiert wieviel in die Beziehung? Ein Investment kann finanzieller Art sein, aber auch Zeit, Engagement, sich kümmern, versorgen, mitdenken, vorbereiten oder dem anderen etwas abnehmen. Also alles, was freiwillig in die Beziehung hineingegeben wird. Bist Du als Caretaker in einer toxischen Dynamik, wird es fast ausschließlich um die Themen des Partners gehen. Frage Dich: wie oft wird Dir zugehört? Kümmert sich dein Partner genauso um Dich, wenn es Dir mal schlecht geht? Oder dreht sich dann die Situation blitzschnell um, so dass Du am Ende des Tages wieder in der Rolle bist, Verständnis für deinen Partner aufzubringen, obwohl Du eigentlich gerade wackelig stehst. Hast Du dann auch immer wieder ein schlechtes Gewissen, zum Beispiel dass Du „gerade heute“ mit Deinem Problem ankommst, macht es Sinn Dich zu fragen, in welcher Art von Beziehung Du gerade steckst. Wenn eine toxische Dynamik weiter voranschreitet, wird es unschön. Vor allem für einen Caretaker, der versucht, sich aus seiner Rolle zu befreien. Da Dich ein toxischer Partner genau in dieser Rolle haben will, wird er versuchen, den psychischen Druck auf Dich zu erhöhen, Dir die Schuld an Konflikten zu geben und Dir damit ein schlechtes Gewissen machen. Am Ende wirst Du Dich wieder unterlegen fühlen und Dich fragen, was Du besser machen kannst, um die Beziehung wieder zu stabilisieren, die Situation zu entspannen oder wieder Harmonie herzustellen. Als würde das Gelingen Deiner Beziehung ausschließlich an Deinen Fähigkeiten hängen, auszugleichen. Auch hier ist das Ungleichgewicht spürbar. Denn ein Mensch mit narzisstischen Wunden oder einer Borderline Organisation wird sich nicht im selben Maße für das Gelingen der Beziehung verantwortlich fühlen, wie Du. Ein weiteres Merkmal ist, dass ihr immer wieder über dieselben Themen diskutiert, ohne je eine wirkliche Lösung oder Weiterentwicklung zu erreichen. Als Würde eine gesprungene Schallplatte wieder zurück auf Start springen und alles beginnt wieder von vorn. Da Caretaker sehr gewohnt sind, die Emotionen ihrer Bezugspersonen zu übernehmen, kann es sein, dass Du – gerade bei einer sehr strukturschwachen Borderline Organisation – in sehr beklemmende Gefühls- und Angstzustände kommst, die Du vor Deiner Beziehung (und auch danach) nicht hast. Werde wach, wenn bei Dir häufig und ohne wirklich triftigen Grund Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Enttäuschung, Verwirrung, Orientierungslosigkeit oder Verlassenheit auftreten. Auch wenn Du merkst, dass Du Dich in Deinen Reaktionen sehr veränderst, zum Beispiel sehr aufbrausend wirst, was Du vom Typ her eigentlich nicht bist, oder anfängst aufzugeben, dann ist es höchste Zeit für eine ehrliche Bilanz. Und für Hilfe. Sprich mit Deinen Freunden darüber, wie es Dir geht und lass Dich vielleicht auch therapeutisch begleiten, vor allem, wenn Du aus der Rolle in Deiner bestehenden Beziehung aussteigen willst.

Welche Schritte sind notwendig, um sich aus der Caretaker Rolle zu lösen?

Der wichtigste Schritt ist das Erkennen, ob Du diese Rolle kennst. Da Du bis hier gelesen hast, gehe ich davon aus, dass Dir diese Thematik vertraut ist. Im zweiten Schritt gilt es zu prüfen, ob Du in Deiner aktuellen Beziehung als Caretaker fungierst. Hierfür kann Dir der Text hoffentlich Anhaltspunkte liefern. Falls Du Dir unsicher bist, kann ich dieses Buch sehr empfehlen „Mach dich frei von Borderlinern und Narzissten!“ online kaufen oder auf Englisch „Stop Caretaking the Borderline or Narcissist“ auf Englisch kaufen. Da Du als Caretaker sehr stark auf Deinen Partner fokussiert bist und ggf. erst wieder herausfinden musst, was Du selber willst, ist Klarheit ein wichtiges Ziel. Vor allem auch darüber, wo Deine Grenzen sind. Je klarer Du bist, was für Dich geht und was nicht, desto weniger lässt Du Dich von Deinem Partner verwirren, einlullen oder zu etwas bewegen, dass Du eigentlich gar nicht willst. Je besser Du bei Dir selbst bleiben kannst und klare Aussagen triffst, desto einfacher kann euer Umgang wieder werden. Erwarte nicht von einem narzisstisch verwundeten Menschen, oder einem mit einer Borderline Persönlichkeit, dass er sich verändert, auf Dich zukommt oder Deine Bedürfnisse erfüllt. Im Gegenteil: gerade, wenn Du versuchst, Dich aus Deiner Rolle zu befreien, wird der psychische Druck auf Dich steigen, der Dich wieder zum üblichen Funktionieren bringen soll. Das kann sich extrem unangenehm anfühlen, denn das ist die Methode, wie Du das Funktionieren gelernt hast. Statt auf Deinen Partner zu warten, Dich zu versorgen, ist es an der Zeit Selbstliebe und Selbstfürsorge zu lernen und Dein Leben danach auszurichten. Was tut Dir gut? Was soll wieder häufiger in Deinem Leben stattfinden? Was hast Du vielleicht die letzten Jahre zurückgestellt, obwohl Du es gerne machst? Einfach Deinem Partner zu liebe? Mit wem könntest Du dieses Hobby ausführen? Je klarer Du Dir wirst, was Du ändern möchtest, desto einfacher wird es letztlich für Dich, bei Deinen Aussagen zu bleiben. Als Caretaker musst Du Dir letztlich auch die Frage stellen: wer bin ich, wenn ich mich nicht um andere kümmere? Du siehst, es geht hier wirklich darum, Dein ganzes Leben umzukrempeln. Scheue Dich nicht, zu jeden Zeitpunkt in diesem Prozess, nach jemanden Ausschau zu halten, der Dir helfen und Dich unterstützen kann. Das mag sich zunächst sehr befremdlich anfühlen, denn als Caretaker bist Du gewohnt, der Starke und Kompetente zu sein. Keine Angst, diese Ressource wird Dir Dein Leben lang zur Verfügung stehen. Aber sich mit den Gefühlen der Verletzlichkeit, der Schwäche und Hilflosigkeit wirklich auseinanderzusetzen, um sie irgendwann für Dich selbst akzeptieren zu können, mag sich äußerst bedrohlich anfühlen. Daher ist jede Unterstützung gut. Auch eine Selbsthilfegruppe für Caretaker ist eine gute Idee. Du kannst natürlich auch gerne mich ansprechen, wenn Dir das zusagt. Gewöhne Dich daran, Dich um Dich selbst zu kümmern. Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Entwicklungsweg.

[1] m/w/d
[2] https://www.gestaltpsychotherapie.de/StatBor1998.pdf

  • Kinder werden in ihrer Familie in eine Elternrolle gedrängt, sie übernehmen also Verantwortung für Aufgaben, die eigentlich in den Aufgabenbereich ihrer Eltern fallen. Man spricht auch von Rollenumkehr.
  • Meist sind bestimmte Lebensbereiche besonders betroffen.
  • Das kann sich entweder auf praktische Aufgaben beziehen, wenn Kinder schon früh dauerhaft Kochen, oder für ihre Geschwister sorgen müssen.
  • Oder es wirkt emotional stabilisierend auf das Familiengefüge, in dem es zuhört, schlichtet, tröstet oder sonst wie die Emotionen der Eltern stabilisiert.
  • Besteht die Rollenumkehr dauerhaft, kann sie zu Lasten der kindlichen Entwicklung gehen.
  • Menschen, die so geprägt wurden, können mit Themen wie Perfektionismus, einem übersteigerten Verantwortungsgefühl oder Abgrenzungsproblemen zu tun haben, um hier nur ein paar zu nennen.
  • Siehe dazu auch Ich fühle mich für alles Verantwortlich – was kann ich tun?
  • Das ist eine indirekte Form der Aggression, die sich in subtilen, widersprüchlichen Verhaltensweisen zeigt.
  • So wird zum Beispiel einem Vorhaben vordergründig zugestimmt ohne es dann auszuführen.
  • Verpflichtungen werden einfach „vergessen“ oder Routineaufgaben verschleppt oder blockiert.
  • Der eigene Anteil an gemeinsamen Aufgaben wird nicht geleistet und bittet man sie um einen Gefallen, der ihnen nicht willkommen ist, reagieren sie eher gereizt, trotzig oder sogar streitlustig.
  • Gegen gerechtfertigte Forderungen wird protestiert, sie werden als ungerechtfertigt abgelehnt.
  • Darauf angesprochen werden Ausreden und Ausflüchte gefunden oder es handele sich um ein Missverständnis.
  • Heimliche Abwertungen werden als witzig verpackt, beschwert sich jemand darüber, wird der als humorlos hingestellt.
  • Tendenziell wird Verantwortung eher vermieden und gerne die Schuld bei den anderen gesucht.
  • Siehe dazu auch Woran erkenne ich einen Narzissten?
  • In gewisser Weise macht sich ein Caretaker abhängig, weil er sich kümmert für Anerkennung, Zugehörigkeit und Liebe.
  • Da er ausgerichtet ist, anderen zu Helfen und sich dabei selbst leider allzu oft vergisst, bleibt er selber auf Hilfe von anderen angewiesen.
  • Eigentlich logisch: ein Caretaker hilft wie selbstverständlich anderen. Und irgendwie scheint er davon auszugehen, dass andere dasselbe für ihn tun. Kann natürlich sein, muss aber nicht.
  • Ohne darüber bewusst nachzudenken, scheint er ein stillschweigendes, einseitiges Bündnis zu schließen, so nach dem Motto: ich kümmere mich um dich, also kümmerst du dich um mich.
  • Ein typischer Caretaker übernimmt die Rolle des Retters im Drama-Dreieck.
  • Er (immer m/w/d) hält nicht aus, wenn ein Opfer leidet oder ein Verfolger Druck aufbaut.
  • Er spürt den inneren Druck, ist es gewohnt, sich zu kümmern, zu handeln und zu funktionieren.
  • Damit lässt sich so ein geprägter Mensch schnell zum Handeln verleiten. Das macht ihn leider auch manipulierbar.
  • Wer diese Rolle verinnerlicht hat läuft Gefahr, für andere auch dann in die Bresche zu springen, obwohl es eigentlich gegen die eigenen Interessen und Bedürfnisse läuft.
  • Auch hier heißt es wach zu werden, wenn Du automatisch die Führung oder die Verantwortung übernimmst, nur weil andere nicht reagieren, blocken oder sich vielleicht sogar hilflos stellen.
  • Typische Opfer im Sinne des Drama-Dreiecks sind sehr versiert, Menschen mit einem Helfer-Syndrom für sich einzuspannen.
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